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Der junge Seemann vermochte nicht, den Gedanken auszudenken, ſondern eilte an das Bett des alten Herrn, der ſich eben erhob und in ſeinem Glücke einen freund⸗ lichen Gruß für den Gefährten ſeiner Einſamkeit hatte. Bald aber verſchwand die flüchtige Heiterkeit und Böſes ahnend rief er:
„Du bringſt ein Unglück!“
„Ich melde zwei Segler, die auf unſer Eiland zu⸗ ſteuern!“ entgegnete Ole Neen.„Ihr müßt ſelbſt ur⸗ theilen, ob ſie uns Glück oder Unglück bringen.“
„Unglück bringen ſie!“ rief der Quarantaine⸗Voigt. Und wird.. Herr Gott, die Dirnen! Fort mit ihnen von dem Eilande, ſo lange es noch Zeit iſt.“
„Zu ſpät!“ entgegnete Ole Neen.„Wir können nicht mehr bei den anſegelnden Schiffen vorüber. Und wenn dies möglich wäre, geht die See ſo hohl, daß in unſerm offenen Boote die Ueberfahrt gewiſſer Tod wäre. Laßt ſie darum in ihrer Kammer ruhen, ſo lange es irgend geht. Sie werden der Unruhe noch vollauf haben. Wir wollen nach unſerm Werk ſehen.“
Faſt wäre der Quarantaine⸗Voigt aufgefahren, weil ihn Jemand an ſeine Fflicht erinnern wollte. Aber er be⸗ zwang ſich und nahm das Fernrohr mit ſich. Die ſteifer wehende Briſe hatte die Schiffe bedeutend näher gebracht. Die Rumpfe waren völlig aus dem Waſſer und die einzelnen Segel genau von einander zu unterſcheiden. „Einer von ihnen iſt ein Orlogsmann,“ ſagte der


