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Meeresstille und hohe See : neue Seegeschichten / von Heinrich Smidt
(Verfasser der Devrient-Novellen [et]c.)
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Salz!“ ſchalt, ſich entfernend der Bootsmann und brummte vor ſich hin:

„Dieſe grünen Jungens werden immer dreiſter. Man ſollte die Schulmeiſter bei den Beinen aufhängen, weil ſie ihnen ſo viele Gelehrſamkeit beibringen. Wie ſoll ich wiſſen, weshalb der Teufel ſich mit dem Chriſtenthum zuſammen giebt? Aber daß es geſchieht, will ich be⸗ ſchwören und wenn er uns nicht das ſtehende und lau⸗ fende Gut von oben herab auf die Köpfe wirft, ſo häm⸗ mert er zu unſern Füßen, bis er die Nägel aus dem Kiel geſtampft hat und von unten auf an die Deckplan⸗ ken ſchlägt.“

Der alte Seeſchwalker ſchauerte zuſammen, als er dieſe Worte ſprach. Er ſuchte ſeine Hängematte und ſank in einen traumähnlichen Schlaf. Als er jäh aus demſelben emporfuhr, vernahm er unter ſich ein ſchwa⸗ ches Hämmern. Er dachte an den Teufelsſpuk, den er vorher dem Leichtmatroſen prophezeite und eilte mit glü⸗ hendem Geſichte auf das Verdeck. Hier hatte ſich ſeit Kurzem eine handliche Briſe eingeſtellt. Die Brigg lief eine friſche Fahrt. Der Leichtmatroſe, der den Boots⸗ mann kommen ſah, rief ihm zu:

„Es iſt noch eine Stunde, bevor Eure Wache beginnt, Herr. Wollt Ihr nicht wieder hinunter gehen? Ich rufe Euch zur rechten Zeit.“

Der Bootsmann ſchüttelte mit dem Kopfe und blieb.

Wäre er hinunter gegangen, ſo würde er das leiſe