meſſingnen Klammern das Fernrohr, welches der Capitains⸗ Junge den Kieker nennt und an der Südſeite hängt eine, mit hellen Waſſerfarben gemalte Bark oder Brigg, an deren Bord der Herr dieſes Hauſes einſt als Com⸗ mandant hauſte.
Der Tiſch iſt gedeckt. Die Gläſer werden mit feu⸗ rigem Weine gefüllt, denn der frieſiſche Seemann weiß einen kräftigen Trunk zu würdigen. Man reicht mir das ſchimmernde Glas; man klingt mit mir an; man begrüßt mich mit ſchallendem Handſchlage und mit einem frommen Spruch. Die Gaſtfreunde möchten mich feſſeln an dieſen Platz. Aber ein guter Seemann gehört nicht in die Kajüte, ſondern auf Deck.
Aus dem Kreiſe froher Menſchen, die mit rührender Sorge dem Wanderer die Stätte bereiteten, trete ich hinaus in das Freie. Es duldet mich nicht innerhalb jener Wände. Mich lockt die See mit ihrem fernhintönenden Syrenen⸗Geſange. Die Nordſee ruft, die mir das Wiegenlied geſungen. Mir winkt die Geſpielin meiner Kindheit, die mir erzählen will von vergangenen Tagen, wie ſie abwechſelnd mit mir zürnte und mich verhätſchelte. Sie ſingt von den Wunderſchiffen und deren Helden, welche vor Jahrhunderten an dieſer Küſte hauſten; von den ſteingethürmten Gräbern derſelben, woran ich eben
jetzt vorüber ſchreite.
Und zwiſchen dieſen Gräbern hindurch führt der Weg


