16 kann ſich Georg, dem Fortuna nun einmal, wenigſtens in der Kapelle, nicht wohl zu wol⸗ len ſcheint, nicht laͤnger maßigen. Mit wuͤ⸗ thender Gebehrde ſtemmt er die Arme in die Seite, tritt vor den Kopf, und zu ihm hinauf⸗ ſchauend redet er ihn ſo an:„Jammergeſicht, ſage an was weinſt Du? Ich wollte Dich bitten, Du ſolleſt mit einem armen Maley Mit⸗
leid haben; allein ich ſehe wohl, daß man
Dich bemitleiden muß. Du ſchuͤttelſt? alſo,
ſo iſt's nicht? wer biſt Du? etwa der weiner⸗
liche Demokrit? dann rathe ich Dir, Dich zu⸗
ruͤckzuziehen in das Land der Narren. Nun,
Lrotzkopf, wird's bald? Du hoffeſt doch nicht etwa, von mir copirt zu werden?“ Der Kopf ſchuͤttelte und weinte fort; der Maler kreuzte in hochſter Unruhe ſeine Atme auf der Bruſt und ſprach:„Ei, ſo ſchaͤme Dich doch, Du alter Griesgram! wer wird immer
weinen!“ Wie nun aber dieſe Vorſtel⸗
lungen in ſanfter Rede nicht wit
der zur Verzweiflung gebrachte Kůnſter


