Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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ein muſterhaftes Leben fuͤhren moͤget und daß des Himmels Segen auf Euch ruhen werde immerdar. Dies iſt mein Segenz nehmt ihn hin! ſprach der brave Vater, und, Komm, Mutter, ſegne mir die Kindlein auch! redete er die Gattin an, die aber vor Weinen nicht laut und zuſammenhaͤngend zu reden vermochte.Bei der großen Schloßkanone, wahrlich und wahrlich! rief der jovialiſche Hauptmann aus,wenn das noch lange ſo fort dauert, dann laufe ich Euch davonz aber nicht nach Padua unter die italieniſchen Ban⸗ diten; nein, hier gefällt mir's! hier will auch ich ein Bräutchen ſuchen!Aber leider

muß ich die Reiſe dahin verſuchen, ſagte

wehmuͤthig der Candidat. Das war Allen nicht erwuͤnſcht, jedoch nicht zu aͤndern. Ein⸗ mal im Dienſt, kann man nicht immer aus demſelben heraus treten, wenn es beliebt. Nach dem Mittagsmahle wurde der ſchoͤne große Garten bewundert, deſſen größte Flaͤche zum Gemuͤſe⸗ und Obſtbau benutzt wurde. Unter lehrreichen und angenehmen Geſpraͤchen war der Abend und ſo die Zeit zur Nach⸗ hauſe⸗Reiſe herangekommen. So war mit fanftem Ernſte der unſtreitig uberaus wichtige Tag fur alle Anweſende verfloſſen, ohne durck Glanz verherrlicht worden zu ſein; er war ja aber auch zum Tage der biederſten Entſchluſſe geweihet worden. Zu Herbſtanfang ſollten alle dieſe Trauungen, wenn auch nicht alle in ei⸗

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