und war Zeuge ihrer erſten Freude uͤber das ungehoffte Gluͤck. Hierauf mußte ihm Ha⸗ dermann gezeigt werden. Er ging auf dieſen zu und gratulirte ihm mit Einhaͤndi⸗ gung eines allergnaͤdigſten Reſcripts. Der Empfaͤnger, uͤberraſcht und im Grunde auch ein wenig beſchaͤmt, trauete faſt ſeinen unge⸗ ſchwaͤchten Augen nicht, als er las, daß er zum Schloßhauptmann mit achthundert Gul⸗ den Gehalt ernannt ſei. Er ſtammelte ſei⸗ nen Dank nur, denn er bereuete ſeine Uber⸗ eilung und daß er die gekrankt hatte, durch deren Vermittelung oder wenigſtens der zu Gunſten er dieſer Auszeichnung theilhaft wurde. „Was nun den Maler Lichtung be⸗ trifft,“ ſagte der Fuͤrſt,„ſo ſei er zwar zum Hofmaler ernannt,„allein ſein kuͤnftiges Gluͤck liege dennoch in Fortunette's Willen. Hier, mein Freund, die Beglaubigung.“ Mit die⸗ ſen Worten empfing der Maler Lichtung ebenfalls ein gnaͤdigſtes Schreiben.„Alſo wohlverſtanden, mein Fraͤulein,“ ſprach Fuͤrſt Ferdinand zu Fortunette mit einem ar⸗ tigen Lächeln,„der Maler Lichtung iſt auf jeden Fall Unſer Hofmaler, und daß er bei uns nicht darben ſolle, dafuͤr buͤrgen Wir; jedoch im übrigen iſt derſelbe an Euch ge⸗ wieſen!“ Da gluͤhten ploͤtzlich Fortunet⸗ te's Wangen, die Scene an den Waͤnden veraͤnderte ſich: die vier oben erwaͤhnten Fi⸗
Die Siegwarts⸗Kapelle. II. 15


