Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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unmöglich machten. Das wollte der Fürſt nicht unbelohnt laſſen, ſo wenig, als die Er⸗ gebenheit Fortunetten's, die, beilaͤufig ge⸗ ſagt, ſeitdem Lichtung in ihrem Auftrage durch Wildbraten in dem Gaſthofe zum goldnen Karpfen malte, mit dieſem in ſtarker Correſpondenz geſtanden hatte. Zu betheuern brauchen wir wohl uͤbrigens nicht, daß dieſe

Briefe anderer Art waren, als das Schrei⸗ ben an die arme verſchmaͤhte Bertha. Ha, wie ſpruͤhten die Funken der Liebe aus dem Gluͤhofen des Herzens! wie athmete jedes Wort Begeiſterung fuͤr die Vorzuge der An⸗ gebeteten! wie gut verſtand Georg Lich⸗ tung, die ſanften Farben der Ergebenheit und die brillanten der Schmeichelei aufzutra⸗ gen! welche Weisheit und Tugend in Grund⸗

ſatz und Entſchluß ſtrahlte aus ſeinen Brie⸗

fen! Nur eine Meinung herrſchte zwiſchen ihm und Fortunette in Hinſicht der kirch⸗ lichen Lehren und Gebraͤuche: zwei Sonnen ſchienen in eine einzige verſchmelzen zu wol⸗ len. Denn auch Fraͤulein Nordſturm hatte kein Bedenken getragen, ihre Meinung über die Angelegenheiten der Religion unumwun⸗ den zu entdecken und ihn deutlich genug mer⸗ ken laſſen, daß er ihr ſeiner ungewöhnlichen Aufklaͤrung wegen durchaus nicht gleichguͤltig ſei. Der Centralpunkt ihrer religioͤſen Grund⸗ ſätze war, ohne daß Beide ſich deſſen deutlich bewußt waren, in der evangeliſch-lutheriſchen Confeſſion.