Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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ſo viel man wiſſe, immer als ein ehrlicher Mann gelebt habe. Sein einziger Sohn ſei dieſer Georg, der ſich der Malerkunſt ge⸗ widmet habe und ſtets in der Welt umher⸗ gezogen ſei. Er ſei ein ſehr eigenſinniger Kopf, dabei jedoch ſei ihm ein tiefes Gefuͤhl für Recht und Unrecht gar nicht abzuſpre⸗ chen, und im Fall ſeiner Unſchuld muͤſſe eine ſolche Behandlung ihm ungemein kraͤn⸗ kend ſein.

Vielleicht hatte dieſer hohe Herr erfah⸗ ren, daß der Maler und des Gerichtsamt⸗ manns juͤngſte Tochter ſich fuͤr einander be⸗ ſtimmt hätten, vielleicht genoß aber auch wohl Feſſelring des Fuͤrſten beſonderes Ver⸗

trauen; kurz, er erhielt den Auftrag, ſich, ohne Aufſehen zu erregen, ſchleunigſt zu dem Gefangenen zu begeben, um ein aufrichtiges Geſtaͤndniß von demſelben zu erhalten und ſich uberhaupt zu uͤberzeugen zu ſuchen, ob er ſchuldig oder nicht ſchuldig ſei. In letz⸗ term Falle wolle der Fuͤrſt auf ſeine Freilaſ⸗