Teil eines Werkes 
4. Band (1841)
Entstehung
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12 Valentin Voy

Goodman freute ſich, daß ſein Freund Waltern dieſes Ver⸗ ſprechen gegeben; denn er fuͤrchtete, es moͤchte irgend ein triftiger Beweis beigebracht werden, daß er nach ſolchen Vorſällen das Teſtament nicht ſo laſſen dürfe, wie es ſei, zu Gunſten deſſen, welcher ihn ſo unnatuͤrlich und ſo tief gekraͤnkt. Er vergab ihm von Herzen. Der einzige Punct, uͤber welchen er Beruhigung wuͤnſchte, war der umſtand, ob der Weg, welchen er einſchlagen wollte, der rechte ſei. Und doch ſah er ein, daß. obgleich, wuͤrde die Sache publik, dieſes ein ſchlimmes Beiſpiel geben wuͤrde er in einem Privatfalle, wie dieſer ſei, nicht eben großes Un⸗ recht beginge, wenn er das thäte, was ſein wohlwollendes Herz forderte. Haͤtte er es auch fuͤr vollkommen in der Ordnung gehalten, in dieſem Falle die Gerechtigkeit walten zu laſſen, ſo wäͤre es ihm doch nie eingefallen, dieſelbe mit Haͤrte zu handhaben, und er konnte nicht umhin, es fuͤr hart zu halten, wenn nicht nur Walter, ſondern auch ſeine Familie, alles deſſen beraubt wuͤrden, wovon ſie leben mußten. Er wußte, daß ſie keine andere Exiſtenzmittel hatten, wußte, daß ſie, ließe er ſie ohne Geld, entweder verhungern, oder ſich dem Verbrechen und der Infamie in die Arme werfen mußten; und da er dies wußte, ſo konnte er die Handlung, wodurch er ſie in Verſuchung führte,