der Bauchredner. 11
mit Ihrer Meinung uͤber den vorliegenden Fall nichts zu thun. ⸗
»Freilich wohl; doch bin ich in dieſem Augenblicke ſehr geneigt, es zu glauben; denn, ſehen Sie, ſpreche ich meine Meinung dahin aus, daß er bereits genugſam beſtraft ſei, ſo ſage ich damit vielleicht etwas, was meiner Ueberzeu⸗ gung gewiſſermaßen widerſtreitet, waͤhrend ich andererſeits dadurch, daß ich ſage, er ſei es nicht, dem Sinne eines Contractes zuwider handle, der, gleichviel mit wem er geſchloſſen wurde, ſtreng gehalten werden ſollte.«
»Gut! Gewiß waͤre es mir angenehm, Ihre Mei⸗ nung uͤber dieſen Gegenſtand zu vernehmen, ehe ich mich entſcheide; denn es wird ohne Zweifel die letzte wichtige Handlung meines Lebens ſein. Da Sie ſich indeß jetzt nicht befugt fuͤhlen, Ihre wirkliche Meinung auszuſprechen, ſo will ich meinen Entſchluß lieber verſchieben.⸗
„Ja, das wird das Beſte ſein« ſagte Onkel John, der in der That keineswegs ſeine Meinung hieruͤber abzu⸗ geben wuͤnſchte; denn obſchon uͤberzeugt, daß Walter auch nicht die mindeſte Ruͤckſicht verdiente, konnte er ſich dennoch nicht einreden, daß er unter ſolchen umſtänden recht handeln wuͤrde, wenn er dieſes als ſeine Meinung ausſpraͤche.
Die Sache wurde daher unentſchieden gelaſſen, und


