der Bauchredner. 245
ergötzte, daß die Schaar noch immer in dem Gange hin⸗ wogte, voll Verwunderung, was denn hier zu ſehen ſein moͤchte. Waͤhrend der Gang ſich fullte, hatte er den offe⸗ nen Raum in der Mitte des Gartens erreicht, ſprang auf einen der Tiſche, die dicht hinter dem großen Orcheſter ſtan⸗ den, und begann, wie vorher, wuͤthend zu klingeln. Die Draͤngenden machten einen Augenblick Halt, als zweifelten ſie wirklich an ihren eignen Ohren; als ſie aber die Glocke abermals laͤuten hoͤrten, kehrten ſie plotzlich wieder um, und da ſtand Valentin, und laͤutete mit aller Macht, die ihm zu Gebote ſtand. Keinen Zoll breit wich er vom Pla⸗ tze, bis Alles ſich um ihn verſammelt hatte. Kaum aber war das geſchehen, als ſie den luſtigen Schwank merkten, und einſtimmig in ein lautes Gelaͤchter ausbrachen.
um den Scherz fortzufuͤhren, begann er nun eine förmliche Anrede; aber der Laͤrm war ſo groß, daß ſeine Stimme von dem allgemeinen Geſchrei uͤbertäubt wurde.
»Hurrah! angefaßt, Jungen!« rief ein Matroſe.»Legt Pand an!« und ein Dutzend ſtämmige Burſchen hoben den Liſch, auf welchem Valentin ſtand, in der preiswuͤrdigen Abſicht auf, ihn im Triumph durch die Gaͤrten zu tragen.
Alles Andere hätte er ſich gern gefallen laſſen, allein er
war ſchon einmal im Triumph umhergetragen!.... die


