232 Valentin Vox
»Oder auch nich; ick will es Ihnen ſchont ſagen.... Sie nennen ſich einen Gentleman, nich wahr? Ich aber nenne Sie nich ſo,«— und ſein Blut begann zu kochen, ſeine Adern ſchwollen an, und in heftigem Zorne zerriß er meh⸗ rere Blätter bei dem Herausziehen.
Valentin begab ſich nun in den Salon; da er aber hier nur ein Paar junge Damen mit ihren Liebhabern fand, die in ſuͤßen Geſprächen begriffen waren, und von Zeit zu Zeit etwas Ingwerbier ſchlurften, ſo ſtörte er ſie nicht in hren Herzenseroffnungen und ging weiter nach der Cajuͤte.
Hier ſchienen die Herren und Damen denſelben Zweck zu haben, waren aber bei Weitem weniger ſentimental da⸗ bei. Porter war offenbar das Lieblingsgetränk, doch hatten
einige ein Gläschen Genevre dabei ſtehen, und da die mei⸗
ſten Herren rauchten, ſo ſchienen ſie im vollſten Genuß des
reinſten irdiſchen Vergnügens zu ſein, indem ſie eine Pfeife in der Rechten hielten, und mit der Linken die Taille ihrer Zukuͤnftigen umſchlungen hielten.
Ihre unterhaltung wurde durchaus nicht privatim ge⸗ fuͤhrt. Vorherrſchend ſchien eine Klage uͤber zu große Nie⸗ drigkeit des Lohns zu ſein, und um dieſen merkwuͤrdigen Zuſtand der Dinge zu demonſtriren, erregte ein Indivi⸗ duum dadurch eine unbeſchreibliche Senſation, daß es die


