222 Valentin Vor
und gelben Roſetten geſchmuͤckt waren, weil es Sonntag war, trug jeder Fuhrmann ſtolz ſeine ſchoͤnſten Kleider und den dickſten Blumenſtrauß, den man fuͤr einen Pfenning bekommen konnte.
Als Valentin ſich der Werfte näherte, eilten ganze Schaaren von Menſchen in derſelben Richtung hin: ei⸗ nige mit Kindern auf den Armen, andere mit Vorraths⸗ korben in der Hand, und wieder andere, die, obſchon ohne Kinder und Koͤrbe, doch eben ſo gluͤcklich zu ſein ſchienen, als die, welche beides hatten.
Als es zehn Uhr ſchlug, hatten ſich ſchon fuͤnf bis ſechs⸗ hundert Perſonen auf dem Verdeck niedergelaſſen, und unter den Toͤnen des Orcheſters, das aus einer Harfe, einer Geige und einer Floͤte beſtand und eine ſehr populaire Me⸗ lodie anſtimmte, fuhr das Boot ab. Sogleich wurden Ing⸗ werbier und Ale requirirt, und waͤhrend viele von den Herren ihre Cigarren rauchten, merkte ſich Valentin die verſchiedenen Befehle, die von dem Capitain durch den Jun⸗ gen ertheilt wurden, der bereits uͤber dem Raume ſtand, in welchem die Dampfmaſchine arbeitete.
Das Schiff war noch nicht weit gekommen, als Valen⸗ tin, uͤberzeugt, die Stimme des Burſchen genau nachahmen
zu können, einen Verſuch zu machen beſchloß, welche Wir⸗
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