Teil eines Werkes 
1. Band (1840)
Entstehung
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der Bauchredner. 25

durch eifrige Uebung dieſes Vermoͤgen ſich voͤllig entwickeln wuͤrde.

Er begann daher einen ſtrengen Curſus. Jeden Mor⸗ gen ſtand er fruͤh auf, und uͤbte ſich in den Feldern; und dabei erſchreckte er ſich oft ſelbſt, denn da das Vermoͤgen, welches er beſaß, nicht ganz unter ſeiner Herrſchaft ſtand, ſo ſchickte es die Tone oft an den einen Ort, waͤhrend er ſie an einen andern haben wollte. Das Bewußtſein jedoch, daß er dieſes außerodentliche Vermoͤgen beſitze, trieb ihn zur Beharrlichkeit an, und in weniger als ſechs Mo⸗ naten ſtand es vollkommen zu ſeiner Verfuͤgung.

Nun fing er an, jeden in Erſtaunen zu ſetzen, der ihm begegnete. Er rief Jemand bei Namen, und bewirkte, daß der Ton ſcheinbar von der andern Seite der Straße herkam. Gingen Damen vor ihm, ſo rief er:»Ein toller Hund!« und ahmte vollkommen das Heulen des Thiers in ſeinen Wuthanfällen nach. Gingen Leute vor einem leeren Hauſe voruͤber, ſo ſchrie er laut:»Moͤrder!—

Diebe!« und konnte er ſie dann mr dahin bringen, daß ſie die Thuͤr aufbrachen, ſo lockte er ſie durch nachgeahmtes Todesrocheln und Huͤlferufen von Zimmer zu Zimmer, bis das Haus dann in den Ruf kam, es ſpucke darin. Er war nun im Stande, ſich an Allen zu raͤchen, die ihn be⸗