6 Valentin Vox
die ihm das Kind in dem Augenblicke wegnahm, als Jo⸗ nathan es noͤthigen wollte, auf die Geſundheit ſeines Papa ein Glas Branntwein mit Waſſer zu trinken.
Nun aber konnte Jonathan, wie bemerkt, in Geldan⸗ gelegenheiten nie vorwaͤrts kommen, eine Unannehmlichkeit, die nicht allein dem Umſtande zuzuſchreiben iſt, daß er nie lange bei irgend etwas ausdauern konnte, ſondern auch der Thatſache, daß er, bei all ſeiner Liebe zur Unabhaͤngigkeit, bei all ſeinem eifrigen Streben, raſch zu einem glaͤnzenden Vermoͤgen zu gelangen, hoͤchſt unvorſichtig war und eine außerordentliche Verachtung gegen alle kleinen Geldſummen hegte. Zwar ging dieſe Verachtung nicht ſo weit, daß er etwa eine Zwanzig⸗Pfund⸗Note in ſeine Flinte geſtopft hätte, wenn es ihm gerade an Werg fehlte, allein er war der Mann danach, zwanzig Pfund auf einmal zu verleihen, ohne die geringſte Ausſicht, ſie je wieder bezahlt zu erhal⸗ ten, oder einen Wechſelbrief zu acceptiren, ohne die ge⸗ ringſte Sicherheit, daß der Ausſteller ihn honoriren wuͤrde. Daher kam es, daß er beſtändig ohne Geld blieb. Je mehr er bekam, deſto mehr ließ er darauf gehen:— er hatte daher ſtets Schulden, und zwar immer nach Verhaͤltniß ſeiner Einnahme.
Da Onkel John wußte, daß dies eine der Hauptei⸗
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