140 5. Act.
An g e lo Ei hoͤrt doch! wie der Schurke, nach ſeinen ver⸗ rätheriſchen Aeußerungen, ſich heraushelfen will! E s eau 6 An einen ſolchen Menſchen ſollte man gar kein Wort verlieren. Fort mit ihm in's Gefaͤngniß! Wo iſt der Profoß? Fort mit ihm in's Gefaͤngniß!
Feſſelt ihn gehoͤrig! Er ſoll nicht mehr ſprechen.
Fort auch mit dieſen liederlichen Dirnen, und mit der ganzen verruchten Sippſchaft! (Der Profoß legt Hand an den Herzog.)
Herzog. Warter, Freund; wartet noch ein wenig! Wie? Er widerſetzt ſich? Helft, Luciv. Luciv.
Kommt, Herr, kommt! Pfui, Herr! Ei, ihr kahlkopfiger, lͤgenhafter Schelm! Ihr muͤßt ent⸗ ſchleiert werden! Zeigt euer Schurkengeſicht, und der Henker hol' euch! Zeigt euer Schaafsgeſicht, und ihr ſollt dann eine Stunde lang am Galgen hängen.— Nun, wird's bald?“
(Er reißt dem Mönch die Kutte ab und erblickt den Herzog.) Herzog.
Du biſt der erſte Schurke, der je einen Herzog geſchaffen hat.
Fuͤr dieſe edlen Drei, verbuͤrg' ich mich, Profoß.
(zu Lucio.)
Schleicht euch nicht fort! Der Moͤnch hat noch
ein Wort mit euch zu ſprechen. Haltet ihn! Lucio. Das kann weit uͤbler noch, als Hängen werden,


