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1. Scene.
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Was hier unnothig iſt, wie ich ihn dringend
Gebeten, wie ich vor ihm niederkniete,
Wie er mich abwies, was ich ihm erwiedert
(Dies währte lang). Mit Schmerz und Schaam Zeſteh' ich
Nur den verruchten Schluß. Begnad'gen wollt' er
Nur meinen Bruder, wenn ich meine Unſchuld
Preis gaͤbe ſeiner zugelloſen Luſt.
Nach langem Kampfe unterlag dem Mitleid,
Der Schweſterliebe meine Ehr'] Allein
Am naͤchſten Morgen, als er ſeinen Zweck
Erreicht, ließ er den Bruder mir enthaupten.
Herzog. Hoͤchſt glaubhaft in der That! J ſab e1 D waͤr' es glaubhaft, So wie es wahrhaft iſt.
Herzog. Bei Gott, du Thörin, Du weißt nicht, was du ſprichſt, wofern du nicht, Gedungen, ſeine Ehre zu verlaͤſt ern, Durch boͤſen Leumund ihm zu ſchaden ſtrebſt. Wie fleckenlos iſt ſeine Reblichkeit! Und dann, ſo ſtreng' ein Laſter zu beſtrafen,
Das er doch ſelbſt beging, waͤr' unvernuͤnftig.
Er haͤtte, wenn er ſelber ſo gefehlt,
Wohl deinen Bruder mit ſich ſelbſt verglichen
Und nimmer ihn enthaupten laſſen. Sprich, Geſteh die Wahrheit mir! Du biſt beſtochen! Auf weſſen Rath kamſt du hieher zu klagen?


