3. Scene.
115 Lucio.
O reizende Iſabella! Es thut mir im Herzen weh, wenn ich deine Augen ſo roth ſehe. Du mußt geduldig ſeyn. Ich bin gezwungen, Mittags und Abends eine Suppe von Waſſer und Kleien zu eſſen. Ich darf, wenn ich meinen Kopf nicht verlieren will, meinen Wanſt nicht fuͤllen. Wie leicht könnte mich eine gute Mahlzeit zur Suͤnde reizen. Allein es heißt, der Herzog kehrt morgen zuruͤck. Meiner Treu', Iſabelle, ich liebte deinen Bruder. Waͤre der alte wunderliche Herzog daheim geweſen, der die dunkeln Winkel ſo iebt, ſo lebte ex noch hue
Perzo g. Der Herzog iſt euren Berichten wenig verpflichtet, allein das Beſte iſt, daß man ihn Sris n wieder erkennt.
Luciv. Moͤnch, du kennſt den Herzog nicht ſo gut wie ich. Er iſt ein beßrer Jaͤger, als du glaubſt.
Herzog. Nun, ihr werdet einſt daruͤber Rechenſchaft able⸗ gen muͤſſen. Lebt wohl!
Ei! warte doch! Ich will dich begleiten; gar artige Geſchichtchen kann ich dir von dem Herzog er⸗ zaͤhlen.
8 Heenr 3 og. Ihr habt mir ſchon zu viel von ihm erzaͤhlt, wenn es wahr iſt, und iſt es unmhr ſo war Richts n genug.


