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J ulie An Julie? Von wem? Lacette Sein Inhalt ſagt's euch. Leſ't! Julie. O rede— ſprich: Von wem empfiengſt du ihn? Vom Diener Herrn Valentin's, den Proteus, duͤnkt mich, ſchickte. Wahrſcheinlich haͤtt' er ihn euch ſelbſt gebracht; Doch da ich grad' zugegen war, ſo nahm ich Den Brief ihm ab. Vergebt die Kuͤhnheit, Fraͤulein! Jiie. Ei! heil'ge Mutter Gottes! Das nenn ich Doch eine ſaubre Kuppelei! Darfſt du es wagen, Solch' freches Schreiben auch nur anzunehmen? Mir zuzufluͤſtern? gegen meinen Ruf Dich zu verſchwoͤren? Nein, bei meiner Treu', Ein wuͤrdig Amt, dem, wie es ſcheint, du vollig Gewachſen biſt. Trag' gleich den Brief zuruͤck: Wo nicht, ſo laß dich nie mehr vor mir ſehen. eee Wer fur die Lieb' das Wort fuͤhrt, ſollte eher Belohnung, wie mich duͤnkt, als Haß verdienen. Ich frag dich, gehſt du? Lu e ke Daß ihr euch bedenkt. (Sie geht ab).


