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† Die beiden Veroneſer. S S Ein freier Plat in Verona. Valentin und Proteus treten auf. Valentin. Laß ab, in mich zu dringen, lieber Proteus;
Wer ſtets daheim bleibt, hat nur Hausverſtand.
Wärſt du in deinem zarten Alter nicht
Gefeſſelt durch der Liebe ſußen Blick,
Wuͤrd' ich dich bitten, daß du lieber mir
Geſellſchaft leiſten moͤchteſt, um die Wunder
Der fremden Welt zu ſchau'n, ſtatt traͤg' und muͤßig Die Jugend in der Heimath zuzubringen.
Doch da du liebſt, ſo geh's in dieſem Triebe
Dir ſo nach Wunſch, wie mir, wenn ich einſt liebe.
Proteus.
So willſt du ſcheiden, theurer Valentin?
Leb' wohl, und denke mein, wenn auf der Reiſe
Sich etwas Seltnes und Bemerkenswerthes
Dir zeigt. Begegnet dir ein Gluͤck, ſo laß
P
S—
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