Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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II.

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S. 3. Cymbeline. 31

Clot. So, nun fort; wenn dies durchdringt, werde ich Eure Muſik um ſo beſſer beachten: wo nicht, ſo iſt es ein Fehler an ihren Ohren, den Roßhaare, Darmſaiten und die Stimmen von Hämlingen noch dazu nicht beſſern koͤnnen.

(die Muſiker gehn ab.)

(Cymbeline und die Königin treten auf.)

2. Edelm. Hier kommt der König.

Clot. Es iſt mir lieb, daß ich ſo ſpät noch auf war, denn das iſt Urſach, daß ich ſo fruͤh ſchon wieder auf bin. Er muß dieſe Liebesbewerbung väterlich aufnehmen. Ich wuͤnſche Eurer Majeſtaͤt und meiner gnaͤdigen Mutter einen guten Morgen.

Cymb. Ihr harrt vor unſrer ſtrengen Tochter Thuͤr? Und kommt ſie nicht?

Clot. Ich habe ſie mit Muſik beſtuͤrmt, aber ſie geruht nicht darauf zu achten.

Cymb. Zu neu iſt die Verbannung ihres Lieblings; Poch denkt ſie ſein: und eine lang're Zeit Muß erſt ſein Bild in ihrer Seele loͤſchen,

Dann iſt ſie dein.

Rönig. Viel Huld zeigt dir der König; Er nutzt jedweden Anlaß, der dich foͤrdert Bei ſeiner Tochter; thu' nun ſelbſt das Beſte Durch angebracht Bewerben; ſey befreundet Mit Zeit und Stunde: durch Verweigerung Vermehre ſich dein Eifer: daß es ſcheine, Begeiſtrung treibe dich zu allen Dienſten, Die du ihr weihſt; daß du ihr ſtets gehorchſt, Nur wenn ſie dir befiehlt dich zu entfernen, Dann ſey wie ſinnlos.

Clot. Sinnlos? das fehlte noch!

(Ein Bote tritt auf.) Bote. Geſandte ſind von Rom da, hoher Herr;

Der ein' iſt Cajus Lucius.

Cymb. Ein wackrer Mann, Kommt er auch jetzt auf böſen Anlaß; doch Nicht Schuld iſt er; wir wuͤſſen ihn empfangen Gemaß der Ehre deſſen, der ihn ſendet; Und daß er einſt uns Freundesdienſte that, Sey friſch in der Erinn'rung.— Theurer Sohn, Sobald Ihr Eure Herrin habt begruͤßt,