Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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A ufzug.

Erſte Szene. Brittanien; Garten bei Cymbelins Pallaſt. (Zwei Edelleute treten auf.)

1. Edelmann.

Ja, hier ſchaut jeder finſter: unſer Blut Gehorcht nicht mehr dem Himmel, als der Hofling

Stets wie der Konig ſcheinen will.

2. Edelm. Der Grund? 1. Edelm. Die Erbin dieſes Reiches, ſeine Tochter, Beſtimmt' er ſeiner Frauen einz'gem Sohn; Vor Kurzem Wittwe noch, jetzt Königin.

Die Tochter waͤhlte nun den Gatten ſelbſt,

Der arm, doch edel iſt: ſie ſind vermählt; Der Mann verbannt, verhaftet ſie: und Alles Iſt äuß'rer Schmerz; obwohl der Konig, mein' ich, Wahrhaft bekuͤmmert iſt.

S 2. Edelm. Der Koͤnig nur? 4. Edelm. Auch er, der ſie verlor? die Koͤn'gin gleichfalls, Die jenes Buͤndniß wuͤnſchte. Doch kein Hoͤfling, 8 (Wenn alle auch ihr Antlitz ſtimmen nach 3 Des Koͤnigs Blick) deß Herz ſich nicht erfreut Ob dem, worauf ſie grollen.

2. Edelm. Und weshalb?

1. Edelm. Dem die Prinzeß entging, iſt ein Geſchoͤpf, Zu ſchlecht, ihn ſchlecht zu nennen: der ſie hat (Das heißt, dem ſie vermaͤhlt, der Aermſte der Deshalb verbannt) iſt ſolch' vollendet Weſen, Daß, wenn man auch den Erdkreis rings durchſuchte Nach einem, ſo wie er, ſtets blieb' ein Mangel Dem, der ſich ihm vergleicht. Ich glaube nicht,

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