Teil eines Werkes 
Achter Theil (1832) Die lustigen Weiber von Windsor
Entstehung
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358 König Lear

Erwartet ſie. O, du mein theurer Vater,

Fuͤr deine Wohlfahrt hab' ich mich geruͤſtet,

Drum hat der große Frankreich

Mein Trauern, meiner Thränen Fleh'n erhoͤrt.

Nicht ſchwell'nder Ehrgeiz treibt uns zum Gefecht,

Nur Liebe, Lieb' und unſers Vaters Recht;

Moͤcht' ich doch bald ihn ſehn und ihn vernehmen! (ſie gehn ab.)

Fuͤnfte Szene. Regans Schloß. (Es treten auf Regan und der Haushofmeiſter.)

Regan. Doch ſteht des Bruders Macht im Feld? Zaush. Ja, Fuͤrſtin. Reg. Er ſelbſt zugegen? Zaush. Ja, mit vieler Noth; Eure Schweſter iſt ein beſſerer Soldat. Reg. Lord Edmund ſprach mit deinem Herzog nicht? Saush. Nein, gnaͤd'ge Frau! Reg. Was mag der Schweſter Brief an ihn enthalten? Zaush. Ich weiß nicht, Fuͤrſtin. Reg. Gewiß, ihn trieb ein ernſt Geſchaͤft von hier. Sehr thoͤricht war's, dem Gloſter nach der Blendung Das Leben laſſen; wohin er kommt, bewegt er Die Herzen wider uns. Edmund, vermuth' ich, Aus Mitleid ſeines Elends, ging zu enden Sein naͤchtlich Daſeyn, und erforſcht zugleich Des Feindes Staͤrke. Zaush. Ich muß durchaus ihm nach mit meinem Brief. Reg. Das Heer ruckt morgen aus; bleibt hier mit uns: Gefaͤhrlich iſt der Weg. aush. Ich darf nicht, Fütſtin; Mylady hat mir's dringend eingeſchaͤrft.