Teil eines Werkes 
Achter Theil (1832) Die lustigen Weiber von Windsor
Entstehung
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Sz. 4. König Lear.

Ich heiße nicht den Donnertraͤger ſchleudern, Roch ſchwatz' ich aus von dir vor Jovis Thron;— Geh' in dich, ganz nach Muße beſſere dich;— Ich hab' Geduld, ich kann bei Regan bleiben, Ich und die hundert Ritter. Reg. Nicht ſo ganz!— Ich zählte nicht auf Euch, bin nicht geruͤſtet, Euch zu empfangen; hoͤrt die Schweſter, Herr! Denn wer Eu'r Zuͤrnen mit Vernunft betrachtet, Muß ſich doch ſagen: Ihr ſeyd alt, und ſo,— Doch ſie weiß, was ſie thut. Lear. Iſt dies nun gut geſprochen? Reg. Ich darf's behaupten, Herr. Was, funfzig Ritter? Iſt's nicht genug? wozu beduͤrft Ihr mehr? Wozu ſelbſt dieſe, da Gefahr und Laſt So viele widerräth? Kann ſo viel Volk In einem Haus, bei zweierlei Befehl, In Freundſchaft ſtehn?'s iſt ſchwer, beinah' unmoglich. Gon. Was braucht Ihr, Herr, noch andre Dienerſchaft, Als meiner Schweſter Leute, oder meine?—

Reg. Ja wohl, Mylord; wenn die nachläſſig wären, Beſtraften wir ſie dann. Kommt Ihr zu mir, (Denn jetzt ſeh ich Gefahr) ſo bitt' ich Euch, Bringt mir nur Fuͤnf und zwanzig; denn nicht mehr Kann ich herbergen oder zugeſtehn.

Lear. Ich gab Euch alles— Reg. Und zur rechten Zeit.

Lear. Macht' Euch zu meinen Pflegern und Verwaltern; Mur dieſe Anzahl zum Gefolge mir Behielt ich vor. Was, muß ich zu dir kommen Mit Fuͤnf und zwanzig, Regan? Sagſt du ſo?

Reg. Und ſag' es noch einmal, Mylord; nicht mehr.

Lear. Solch ruchlos Weſen ſieht doch huͤbſch noch aus, Sind Andre noch ruchloſer; nicht die Schlimmſte Zu ſeyn, iſt dann wie Lob:—(zu Goneril.) ich geh' mit dir; Dein Funfzig macht doch zweimal fuͤnf und zwanzig, Und du biſt zweifach ihre Liebe.

Gon. Hoͤrt mich:

Was braucht Ihr Fuͤnf und zwanzig, Zehn, ja Fuͤnf?