Teil eines Werkes 
Achter Theil (1832) Die lustigen Weiber von Windsor
Entstehung
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Sz. 4. von Windſor. 19

Fr. Zurt. Herr, das Mädchen liebt Euch, und alles wrird gut gehn. Wir muͤſſen die Leute reden laſſen, was zum de Element! Caj. Rugby, komm mit mik an die'of. Pardien, wenn ik nik kriegen Anne Page, ik ſmeißen Eure Kop aus den 'aus: folgen mir auf mein Fuß, Rugby. (Dr. Cajus und Rugby ab.)

n Fr. Zurt. Anne lange Naſe ſollt Ihr kriegen! Nein, a darin weiß ich, wie Annchen denkt: keine Frau in Windſor n weiß beſſer wie Annchen denkt, als ich, oder kann mehr mit n ihr aufſtellen, Gott ſey Dank!

d Fent.(draußen.) Iſt Jemand drinnen? he?

h Fr. Zurt. Wer muß nur da ſeyn? Kommt doch näher! Nur herein!

.(Fenton tritt auf.)

Fent. Nun, liebe Frau, wie gehts? Fr. Burt. Deſto beſſer, weil Euer Gnaden beliebt da⸗ nach zu fragen. Fent. Was giebts Neues? Was macht die huͤbſche Jung⸗ fer Anne?

Fr. Zurt. Ja, wahrhaftig, Herr, huͤbſch iſt ſie auch, und ehrbar, und artig; und iſt Eure gute Freundin, das kann ich Euch nebenbei verſichern, dem Himmel ſey Dank.

Fent. Wird mirs denn gelingen, meinſt du? Werde ich nicht vergeblich werben?

Fr. Zurt. Freilich, Herr, der da droben hat alles in ſeiner Hand; aber mit alle dem, Herr Fenton, will ich Euch 2 und theuer ſchwören, daß ſie Euch liebt. Hat Euer

naden nicht eine Warze uͤberm Auge?

Fent. Ja freilich, die habe ich. Was ſoll uns die?

Fr. Zurt. Ei, davon wäre viel zu erzählen. Meiner Treu, ſie iſt mir die rechte, das Annchen: aber ſoviel kann ich deteſtiren, ſo ein ehrliches Maͤdchen, als jemals Brod ge⸗ geſſen hat. Wir plauderten wohl eine Stunde von der Warze: ſo lache ich in meinem Leben nicht, als wenn ich bei dem Mädchen bin. Freilich, ſie iſt allzu langkohliſch, und kopf⸗ hängeriſch, das iſt wahr; aber was Euch betrifft, nun! nur immer guten Muth!

Fent. Nun, ich werde ſie heut noch ſehn. Wart, da 2