Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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348 Troilus und Creſſida. A. V.

Wenn nicht gefangen; Ritter Palamedes Toͤdtlich verletzt: der grithme Bogenſchuͤtz Schreckt unſte Reihn. Eilt, Diomed, wir holen Verſtaͤrkung, ſonſt erliegt das ganze Heer.

(Neſtor kommt.)

Neſt. Geht, tragt Patroclus Leiche zum Achill? Der traͤge Ajax waffne ſich aus Schaam. Ein Tauſend Hectors ſchalten heut im Feld: Nun kaͤmpft er hier, vom Roſſe Galathee,

Und alles ſtuͤrzt: gleich iſt er hier zu Fuß, Und alles weicht ihm, oder ſtirbt wie Fiſchbrut Im Rachen eines Hays: dann kehrt er wieder, Und die gedraͤngten Griechen, reif der Sichel, Sie fallen vor ihm, wie des Maͤhers Schwad. Hier, dort und allwaͤrts ſchneidet er und rafft, Und ſo gehorcht Gewandtheit ſeiner Luſt,

Daß, was er will, er thut; und thut ſo viel, Daß ſolch Gelingen ſcheint Unmoͤglichkeit.

(ukyſſes tritt auf.)

Ulyſſ. Muth, Muth gefaßt, ihr Fuͤrſten! Held Achilt Greift zu den Waffen, weint, flucht, duͤrſtet Rache. Patroclus Fall erregt ſein ſchlaͤfrig Blut,

Und ſein verſtͤmmelt Myrmidonenvolk,

Das hand⸗ und naſenlos, zerhackt, ihn anſchreit, Hectorn verklagend. Ajax verlor den Freund, Und ſchaͤumt vor Wuth, und naht in Waffen ſchon, Bruͤllend nach Troilus, der wie im Wahnſinn Unglaublich, uͤbermenſchlich heut gemordet; Einſtuͤrzend in den Drang, ſich draus befreiend Mit ſo ſorgloſer Kraft und ſchwacher Sorgfalt,

Als ob ein ſolch Gelingen recht zum Trotz

Der Klugheit alles ihn gewinnen hieße.

(Ajiar kommt.) Ajax. Troilus! du Memme, Troilus!

a Diom. Dort! dort! Neſt. Nun ziehts mit allen Straͤngen! (ſie gehn ab.) (Achilles kommt.) Achill. Wo iſt Hector?