Teil eines Werkes 
Sechster Theil (1831) Titus Andronicus
Entstehung
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Sz. 1. Die Comoͤdie der Irrungen. 343

Ant. v. E. Nehmt ihn, und vielen Dank fuͤr Eure Mahlzeit.

Aebt. Erhabner Fuͤrſt, geruht Euch zu bemuͤhn. Mit uns in die Abtei hineinzugehn, Und unſer ganzes Schickſal zu vernehmen. Und alle, die Ihr hier verſammelt ſeyd, Und littet durch die vielverſchlungne Irrung Des Einen Tags, Geſellſchaft leiſtet uns, Und wir verſprechen Euch genug zu thun. Ja, Fuͤnf und zwanzig Jahr lag ich in Weh'n Mit Euch, ihr Soͤhn', und erſt in dieſer Stunde Genas ich froh von meiner ſchweren Buͤrde. Der Fuͤrſt, mein Gatte, meine beiden Kinder, Ihr, die Calender ihrem Wiegenſeſte, Fommt mit hinein, wir feierns heut aufs Beſte: So eilt nach langem Gram, zum Wiegenfeſte!

Zerz. Gern will ich als Gevatter Euch begleiten.

(Ale gehn abz es bleiben die beiden Antipholis und die beiden Dromio.)

Drom. v. S. Herr, hol' ich Eure Waaren aus dem Schiff?

Ant. v. E. Ei, Dromio, was fuͤr Waaren hab' ich

dort?

Drom. v. S. Das Gut, das im Centauren war ge⸗ lagert!

Ant. v. S. Er ſpricht zu Ich, Dromio, bin dein Herr.

Komm, geh mit uns; das wird hernach beſorgt; Umarm' den Bruder jetzt, und freu dich ſein. (Die beiden Antipholis gehn ab.)

Drom. v. S. Die dicke F dort bei deinem Herrn

Die heute mich am Kuͤchentiſch verpflegt,

Wird meine Schweſter nun, nicht meine Fran? Drom. v. E. Mich duͤnkt, du biſt mein Spiegel, nicht

6 mein Bruder!

Ich ſeh an dir, ich bin ein huͤbſcher Burſch.

Sag, kommſt du mit hinein zum Pathenſchmaus?