Teil eines Werkes 
Sechster Theil (1831) Titus Andronicus
Entstehung
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Sz. 2. Titus Andronicus. 21

Zweite Szene. Wald bei Rom. Man ſieht in einiger Entfernung eine Hütte.

(Es treten auf Titus Andronicus, ſeine drei Soͤhne, mit Hunden und Jagdhörnern, und Marcus Andronicus.)

Titus. Die Jagd iſt auf, der Morgen hell und licht Die Fluren duftig und die Wälder gruͤn: Entkuppelt hier! Der Meute lauter Schall Wecke den Kaiſer und ſein ſchoͤnes Weib; Den Prinzen ruft, beginnt den Jäger⸗Gruß, Daß von dem Klang erdroͤhne rings der Hof. Ihr Soͤhne, habt mir Acht wie's unſer Amt, Den Kaiſer treu zu huͤten vor Gefahr: Ich ward im Schlaf erſchreckt durch boͤſen Traum, Doch bringt mir neuen Troſt der junge Tag.

Su Gebell der Meute, und Muſik von Jagdhörnern. arauf erſcheinen Saturninus, Tamora, Baßfſianus, Lavinia, Chiron, Demetrius und Gefolge.)

Tit. Viel guten Morgen deiner Majeſtät; Euch Fuͤrſten gleichen Gruß und gleiches Gluͤck! Ich hatte Jaͤgergruß Euch zugeſagt. Sat. Und luſtig war das Blaſen, werthe Herrn, Nur faſt zu fruͤh fuͤr neuvermaͤhlte Frau'n. Baſſ. Was ſagt Lavinia? Lav. Ich ſage, nein, Zwei volle Stunden wacht' ich ſchon, und mehr. Sat. Friſch auf dann; Roß und Wagen holt herbei, Und hin zum Forſt; Herrin, jetzt ſollt Ihr ſehn Ein roͤmiſch Jagdfeſt! Warc. Hunde hab' ich hier, Die ſcheuchen Euch den wildſten Panther auf, Und klimmen zu dem ſteilſten Vorgebirg. Tit. Ich, Pferde, die, wohin das Wild ſie fuͤhrt, Wie Schwalben leicht ihm folgen auf dem Plan. Dem. Chiron, wir jagen nicht mit Roß und Hund, Wir fahn ein ſchmuckes Reh im finſtern Grund. (Alle ab.)

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