Anmerkungen zum fünften Theile.
. Die vier Schauſpiele, welche dieſen Band ausmachen, gehören alle dem reiferen Alter des Dichters.
Coriolanus iſt wahrſcheinlich 1609 oder 1610 gedichtet und aufgeführt worden, nachdem Cäſar und Antonius ſchon den Bei⸗ fall des Publikums gewonnen hatten.
S. 10. Z. 10. v. o. Edler Marcius!— Die Edi⸗ koren haben hier ohne Noth Lartius verbeſſert, da die Folio doch richtig Marcius lieſet, dem alle als ihrem größten Krieger huldigen.
S. 35. Z. 21. v. u. Ruhm einfingen.— Der ueber⸗ ſetzer iſt hier, zum Theil der Erſten Folio gefolgt, von der die Editoren ohne Noth zu oft abgewichen ſind. Die Stelle iſt im Original ſchwierig und ungrammatiſch: der Sinn iſt wohl: Coriolan machte es nicht wie jene Schmeichler, die bloß mit Verbeugungen bonnetted them,(das Volk) ſie alle in ihre Mützen einfingen(gleichſam einmützten,) ohne etwas anders zu thun; um ſie ganz und gar(io have ihem at all) in ihre(der Schmeichelnden) estimatſon und report(wie ſie das Volk nun ſelbſt achten und brauchen wollten) to have(zu haben.) Die Stelle bleibt immer hart und gezwungen, indem der Dichter dem Vortragenden und dem Verſtändniß der Hörer vertraut. Der Ueberſetzer iſt im Schluß der Rede von dieſer Erklärung abge⸗ wichen. Die Verbeſſerung to Keawe ſtatt to have, ſcheint mir immer unſtatthaft.
S. 37. 3Z. 9. v. u. So wie Binſen tauchen,— nach der alten richtigen Lesart eds, wofür die Editoren waves ge⸗ ſetzt haben, das keinen Sinn giebt. Unter ſeiner Macht glitten die Feinde ſo hinweg, wie Meerkraut, Binſen, Geflecht, unter das große ſeegelnde Schiff. Der größeren Woge muß vielmehr das Schiff folgen.
S. 40. Z. 6. v. o. einige ſchäckig, im Original: some ahram, welches die Editoren in anburn verändert haben. Das Wort kommt aber öfter vor, bedeutet ſeltſam, gemiſcht, grau und ſchwarz, und hängt mit Abraham(wie die Engländer mei⸗ nen) nicht zuſammen; im Altdeutſchen haben wir es als ab⸗ räumiſch, abramſch.
S. a2. 3. 4. v. u. Warum ſoll hier mit Wolfsgeheu!


