Teil eines Werkes 
Fünfter Theil (1831) Coriolanus
Entstehung
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Sz. 1. Maaß fuͤr Maaß. 369

Zerz. Du biſt der erſte Bube, Der je'nen Herzog machte! Erſt, Schließer, meine Buͤrgſchaft dieſen drei'n. Schleicht Euch nicht weg, Freund. Denn der Moͤnch und Ihr Sind noch nicht fertig: haltet mir ihn feſt. Luc. Das kann noch ſchlimmer werden, als haͤngen. Zerz.(zu Escalus.) Was Ihr geſagt, will ich verzeihn. Setzt Euch: (zu Angelo.) Wir borgen mit Eurer zunſt. Haſt du noch Wort, und Witz, und Dreiſtigkeit, Die zu Gebot dir ſtehn? Wenn dn ſie haſt, So halt ſie feſt, bis ich zu End⸗ erzaͤhlt, Und zittre daun! Ang. O, mein furchtbarer Fuͤrſt! Ich waͤre ſchuld'ger wohl als meine Schuld, Daͤcht' ich, ich koͤnnt' Euch irgend noch entſchluͤpfen, Da ich erkannt, wie Ihr mein Thun durchſchaut Dem ew'gen Richter gleich. Drum, gnaͤd'ger Fuͤrſt, Nicht laͤngre Sitzung pruͤfe meine Schande; Statt des Verhoͤrs nehmt mein Geſtaͤndniß an; Unmittelbarer Spruch und ſchneller Tod Iſt alles, was ich flehe. Serz. Kommt, Mariane. Sprich, warſt du je verlobt mit dieſem Fraͤulein? Ang. Das war ich, Herr. erz. So geh', vollzieh' die Trauung ungeſaͤumt: Ihr, Moͤnch, vermaͤhlt ſie: wenn Ihr das vollbracht, Bringt ihn zuruck hieher. Geh', folg' ihm, Schließer. (Angelo, Mariane, Peter und Schließer ab.) Esc. O Herr! Mehr noch entſetzt mich ſeine Schande Als dieſes Handels Seltſamkeit! Zerz. Kommt naͤher, Iſabella: Eusr Moͤnch iſt nun Eu'r Fuͤrſt. Wie ich vorhin Als Freund mit trenem Rath mich Euch geweiht, Richt wechſelnd Sinn mit Kleidung, bin ich noch Gewidmet Euerm Dienſt. Iſab. O Fuͤrſt, verzeiht, Daß die Vaſallin mit Geſchaͤft und Muͤh'n Die ungekannte Majeſtaͤt beſchwert! Herz. Euch iſt verzieh'n. Und nun, du Theure, ſey auch mir ſo mild. V. 24