Teil eines Werkes 
Fünfter Theil (1831) Coriolanus
Entstehung
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366 Maaß fuͤr Maaß. MM

Setzt Euch zu meinem Vetter; ſteht ihm bei, Die Quelle dieſes Unfugs zu erſpaͤhn.

Noch war's ein andrer Moͤnch, der ſie geſtimmt,

Den ſchafft herbei.

Peter. Ich wuͤnſcht', er ſey ſchon hier; denn allerdings

War er's, der dieſe Weiber trieb zur Klage. Eu'r Schließer weiß den Ort, wo er verweilt, Und kann ihn holen. Herz. Thut es ungeſaͤumt. (Schließer ab.) Und Ihr, mein wuͤrd'ger, wohlerprobter Vetter, Dem daran liegt, die Sache zu durchforſchen, Verfahrt mit dieſer Schmaͤhung, wie Ihr moͤgt, Und waͤhlt die Strafe: ich verlaß' Euch jetzt Ein wenig, doch Ihr bleibt, bis Ihr durchaus Mit dieſen Laͤſtrern alles abgethan. Esc. Mein Fuͤrſt, es ſoll an uns nicht fehlen. (Der Herzog geht ab.) Signor Lucio, ſagtet Ihr nicht, Ihr kenntet jenen Pater Ludwig als einen Menſchen von unehrbarem Wandel?

Luc. Cucullus non facit monachum: ehrbar in nichts als in ſeinem Habit; und hat hoͤchſt niedertraͤchtig von unſerm Herzog geſprochen.

Esc. Seyd ſo gut, und wartet hier, bis er kommt, um dies gegen ihn zu behanpten. Es wird ſich ergeben, daß dieſer Moͤnch ein ſchlimmer Geſell iſt.

W So ſehr, als irgend einer in Wien, auf mein ort.

Esc. Ruft beſagte Iſabella wieder her, ich will mit ihr reden. Erlaubt mir, gnaͤdiger Herr, ſie zu vernehmen. Ihr ſollt ſehn, wie ich ihr zuſetzen werde.

Luc. Nicht beſſer als der, nach ihrer eigenen Ausſage.

Esc. Wie war das?

Luc. Ei, gnaͤdiger Herr, ich meine nur, wenn Ihr ihr ins geheim zuſetzt, ſo wird ſie eher beichten, vielleicht ſchaͤmt ſie ſich, es ſo vor der Welt zu thun. (Gerichtsdiener führen Iſabella herein; es kommen der

Herzog, als Mönch verkleidet, und der Schließer.)

sc. Es liegt mir dran, recht bald alles Dunkle zu erklaͤren.

Luc. Recht ſo, erklaͤrt ihr Euer Anliegen im Dunkeln.

Esc. Tretet naͤher, junges Maͤdchen; hier dieſes Frauen⸗ zimmer widerſpricht allem, was Ihr geſagt habt.

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