Teil eines Werkes 
Fünfter Theil (1831) Coriolanus
Entstehung
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Sz. 1. Coriolanus. 9

Von mir den angemeßnen Unterhalt, Wovon ſie leben. Und obwohl ihr Alle Ihr guten Freunde,(habt acht) dieß ſagt der Bauch. 1. Bürg. Gut. Weiter. Men. Seht Ihr auch nicht All' auf eins Was jeder Einzelne von mir empfaͤngt, Doch kann ich Rechnung legen, daß ich Allen Das feinſte Mehl von Allem wieder gebe, Und nur die Klei' mir bleibt. Wie meint Ihr nun? 1. Bürg. Das war'ne Antwort. Doch wie paßt das hier? Wen. Roms Senatoren ſind der gute Bauch, Ihr die empoͤrten Glieder; denn erwaͤgt Ihr Muͤh'n, ihr Sorgen. Wohl bedenkt was alles Des Staates Vortheil heiſcht; ſo ſeht Ihr ein, Kein allgemeines Gut was Ihr empfangt, Das nicht entſprang und kam zu Euch von ihnen, Durchaus nicht von Euch ſelbſt. Was denkt Ihr nun? Du, große Zeh', in dieſer Rathsverſammlung. 1. Buͤrg. Ich die große Zehe? warum die große Zehe? Men. Weil du, der Niedrigſt', Aermſt', Erbärmlichſte, Von dieſer weiſen Rebellion ſo vortrittſt. Doch ſchwenkt nur Eure Staͤb' und duͤrren Knuͤttel, Rom wird nun Schlacht mit ſeinen Ratten liefern, Mit einem Theil iſt's aus. (Cajus Marcius tritt auf.) Heil! edler Marcius. Warc. Dank Euch. Was giebt es hier? Rebell ſche Schurken, Die Ihr das Jucken Eurer Einſicht kratzt, Bis Ihr zu Ausſatz werdet. 1. Bürg. Von Euch bekommen i doch immer gute orte. Warc. Ein gutes Wort dir geben, hieße ſchmeicheln Jenſeit des Abſcheus. Was verlangt Ihr, Hunde? Die Krieg nicht wollt, noch Frieden; jener ſchreckt Euch, Und dieſer macht Euch frech. Wer Euch vertraut, Findt Euch als Haſen, wo er Loͤwen hofft, Wo Fuͤchſe, Gaͤnſ'. Ihr ſeid nicht ſichrer, nein! Als gluͤh'nde Feuerkohlen auf dem Eis, Schnee in der Sonne. Eure Tugend iſt, Den adeln, den Verbrechen niedertreten; Dem Recht zu fluchen, das ihn ſchlaͤgt. Wer Groͤße