Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1830) König Richard der Dritte
Entstehung
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Anmerkungen. 357 lich, weil die Orange, Pomeranze, oder der ſuͤße chineſiſche Apfel oft Geſchenke von Wein, oder Confect, begleitete, wie wohl noch geſchieht.

pag. 287. Z. 15. v. v. Bankett. Der Nachtiſch, der in der Regel aus Fruͤchten, hauptſaͤchlich aber aus Zuckerwerk beſtand, das oft in ſeltſamen Geſtalten aufgetragen und kuͤnſtlich zubereitet war. Dieſe Bankette, da die Englaͤnder damals den Zucker uͤbermaͤßig liebten, wurden oft als Fruͤhſtuͤck gegeben, beim Beſuch Vornehmer, oder Fremder, denen man Achtung er⸗ weiſen wollte. Wenn die eigentliche Mahlzeit voruͤber war, ſo ſtand die Geſellſchaft auf, und genoß in einem andern Zimmer das Bankett. Daher iſt es den dramatiſchen Dichtern ſo bequem, die Geſellſchaft zum Bankett zu verſammeln, wo nur Naͤſcherei, Frucht und Zucker gegeben wurde. Viele Ueberſetzer und Erklaͤrer haben Bankett oft mit der eigentlichen Mahlzeit oder einem Feſt⸗ ſchmaus verwechſelt.

mag ihr Haar eine Farbe haben(8. 9. v. u.)

weil es damals ſehr gewoͤhnlich war, die Haare zu faͤrben, oder

falſche zu tragen.

pag. 292. Z. 22. v. o. Hier ein Druckfehler, lies Szene anſtatt Sonne.

pag. 311. Vers 5. v. u. Ihr, theurer Fuͤrſt, ſagt nichts? Dieſe kurze Rede muß nach meiner Einficht Claudio ſagen: er ſieht ſich um, er verwundert ſich, daß der Prinz, wie er es ihm verſprochen, nicht ſchon ſeine Ausſage beſtaͤtigt. Alle Editionen haben bis jetzt dieſe Worte dem Leonato in den Mund gelegt. Dieſer iſt aber zu ſehr erſchreckt, um in dieſem Au⸗ genblick auf den Prinzen Ruͤckſicht zu nehmen, und ihn theurer (im Original sweer) Fuͤrſt zu nennen.