Erſter Aufzug.
Erſte Szene.
London. Ein Vorzimmer im Palaſte des Koͤnigs.
(Der Erzbiſchof von Canterbury und Biſchof von Ely treten auf.)
Canterb. Mylord, ich ſag' euch, eben die Verordnung Wird jetzt betrieben, die im eilften Jahre Von der Regierung des verſtorbenen Koͤnigs Beynahe wider uns waͤr' durchgegangen, Wenn die verworrne unruhvolle Zeit Aus weitrer Frage nicht verdrängt ſie haͤtte. Ely. Doch ſagt, Mylord, wie wehrt man jetzt ſie ab? Canterb. Man muß drauf denken. Geht ſie durch, ſo buͤßen Wir unſrer Guͤter beßre Haͤlfte ein. Denn all das weltlich Land, das fromme Menſchen Im Teſtament der Kirche zugetheilt, Will man uns nehmen; nämlich ſo geſchaͤtzt: So viel um fuͤr des Koͤnigs Staat zu halten An funfzehn Grafen, funfzehnhundert Ritter, Sechs tauſend und zweyhundert gute Knappen; Zum Troſt fuͤr Sieche dann und ſchwaches Alter, Fuͤr duͤrft'ge Scelen, leiblich unvermoͤgend, Ein hundert wohlbegabte Armenhaͤuſer; Und ſonſt noch in des Königs Schatz des Jahrs Ein tauſend Pfund⸗ ſo lautet die Verordnung. Ely. Das waͤr' ein ſtarker Zug. Canterb. Der ſchlänge Kelch und alles mit hinab. Ely. Allein wie vorzubengen?


