298 Koͤnig Heinrich IV. A. IV.
Der Mann, der dem Monarchen thront im Herzen Und reift im Sonnenſcheine ſeiner Gunſt, Wenn er des Koͤnigs Schuß mißbrauchen wollte, Ach, welches Unheil ſtiften koͤnnt' er nicht Im Schatten ſolcher Hoheit! Mit euch, Herr Biſchof, Iſts eben ſo, wer hat nicht ſagen hoͤren, Wie tief ihr in den Buͤchern Gottes ſeyd? Uns ſeyd ihr Sprecher ſeines Parlaments, Uns die geglaubte Stimme Gottes ſelbſt, Der wahre Offenbarer und Vermittier Zwiſchen der Gnad' und Heiligkeit des Himmels Und unſerm bloͤden Thun; wer wird nicht glauben, Daß ihr die Wuͤrde des Berufs mißbraucht, Des Himmels Schutz und Gnade ſo verwendet, Wie falſche Juͤnglinge der Fuͤrſten Namen, Zu ehrenloſen Thaten? Ihr verhetzt Durch einen vorgegebnen Eifer Gottes Das Volk dem Koͤnig, ſeinem Stellvertreter, Treibt, ſeinem und des Himmels Frieden trotzend, Sie hier zuſammen.
Erzb. Werther Prinz von Laneaſter, Nicht wider eures Vaters Frieden komm' ich, Wie ich dem Lord von Weſtmoreland geſagt. Der Zeit Verwirrung, nach gemeinem Sinn, Zwaͤngt uns in dieſe mißgeſchaffne Form, Zu unſter Sicherheit. Ich ſandt' Eu'r Gnaden Die Theile und Artikel unſrer Klage, Die man mit Hohn vom Hofe weggeſchoben, Was dieſen Hydra⸗Sohn, den Krieg, erzeugt, Deß drohend Aug' in Schlaf ſich zaubern laͤßt Durch die Gewaͤhrung ſo gerechter Wuͤnſche; So daß Gehorſam, dieſes Wahnſinns frey, Der Majeſtät ſich zahm zu Fuͤßen legt.
mowb. Wo nicht, ſo wagen wirs mit unſerm Gluck Bis auf den letzten Mann. Zaſt. Und fallen wir ſchon hier Wir haben Huͤlfsmacht, uns zu unterſtutzens Schlaͤgts dieſer fehl, ſo ſtuͤtzt die ihre ſie: So wird von Unheil eine Reih geboren; Und Erb' auf Erb' erhaͤlt den Zwiſt im Gang, So lang als England noch Geſchlechter hat. Pr. Joh. Ihr ſeyd zu ſeicht, Lord Haſtings, viel zu ſeicht, Der Folgezeiten Boden zu ergruͤnden.


