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Sz. 1. Johann.
Du tugendhafter Dauphin, dre nicht Den Ausſpruch, den der Himmel hat verhaͤngt.
Bl. Nun werd' ich deine Liebe ſehn: was kann Dich ſtärker ruͤhren, als der Name Weib?
Conſt. Was deine Stutze ſtuͤtzet: ſeine Ehre.
O deine Ehre, Louis, deine Ehre!
Louis. Wie ſcheint doch eure Majeſtät ſo kalt, Da ſie ſo hohe Ruͤckſicht treibt zu handeln?
pand. Ich will den Fluch verkuͤnden auf ſein Haupt.
R. ph. Du brauchſt nicht.— England, ich verlaſſe dich⸗
Conſt. O ſchoͤne Ruͤckkehr aͤchter Fuͤrſtlichkeit!
zl. O ſchnoͤder Abfall fraͤnk'ſcher Fluchtigkeit!
R. Joh. Frankreich, dich reut die Stund', eh ſie vorbey.
Baſt. Der alte Gloͤckner Zeit, der kahle Kuͤſter, Beliebt es ihm! Gut denn, ſo reut es Frankreich.
Bl. Die Sonn' iſt blutig: ſchoͤner Tag fahr hin! Mit welcher der Parteyen ſoll ich gehn?
Mit beyden; jedes Heer hat eine Hand,
Und ihre Wuth, da ich ſie beyde halte,
Reißt auseinander und zerſtuͤckelt mich. Gemahl, ich kann nicht flehn, daß du gewinnſt; Oheim, ich muß wohl flehn, daß du verlierſt; Vater, ich kann nicht wuͤnſchen fuͤr dein Gluͤck; Großmutter, deine Wuͤnſche wuͤnſch' ich nicht: Wer auch gewinnt, ich hobe ſtets Verluſt,
Er iſt mir ſicher, eh das Spiel beginnt.
Louis. Bey mir, Prinzeſſin, iſt dein Gluͤck und Hort.
Bl. Wenn hier mein Gluͤck lebt, ſtirbt mein Leben dort.
R. Joh. Geht, Vetter, zieht zuſammen unſte Macht.—
2(Baſtard ab.) Frankreich, mein Inn'res zehrt entbrannter Zorn, Ein Wuͤthen, deſſen Hitze ſolcher Art, Daß nichts vermag zu ſtillen, nichts als Blut, Das Blut, das koſtbarſte, das Frankreich hegt.
R. Ph. Die Wuth ſoll dich verzehren, und du wirſt Zu Aſch', eh' unſer Blut das Feuer loͤſcht. Sieh' nun dich vor! Ich mache dir zu ſchaffen.—
R. Joh. Und ich dem Droher auch.— Fort zu den
Waffen! (Alle ab.) 3*


