Sz. 2. Johann. 2
Wie im Theater gaffen ſie, und zeigen
Auf euer emſig Schauſpiel voller Tod.
Folg' eure koͤnigliche Wuͤrde mir:
Wie die Empoͤrer von Jeruſalein
Seyd Freunde eine Weil', und kehrt vereint Der Feindſchaft aͤrgſte Mittel auf die Stadt. Von Oſt und Weſt entlad' England und Frankreich Ihr ſchmetterndes Geſchuͤtz zur Muͤndung voll, Bis niederzankt ihr ſeelerſchuͤtternd Rufen
Die Kieſel⸗Rippen dieſer kecken Stadt.
Ich wollt' auf dieß Geſindel raſtlos zielen,
Bis wehrlos liegende Verheerung ſie
So nackend ließ, wie die gemeine Luft,
Penn das geſchehn, theilt die vereinte Macht, Trennt die vermiſchten Fahnen noch einmal: Kehrt Stirn an Stirn, und Spitze gegen Spitze. Dann wird Fortuna ſich im Augenblick
Auf einer Seite ihren Liebling wählen,
Dem ſie aus Gunſt den Tag verleihen wird, Und ihn mit einem ſchoͤnen Siege kuͤſſen. Behagt der wilde Rath euch, mächt'ne Staaten? Schmeckt er nicht etwa nach der Politik?
R. Joh. Beym Himmel, der ſich woͤlbt ob unſern Haͤnptern! Mir ſteht er an.— Sag, Frankreich, ſollen wir Die Macht verbuͤnden, und dieß Angers ſchleifen; Denn fechten, wer davon ſoll Koͤnig ſeyn? Baſt. Ja, wenn du hegſt ein koͤniglich Gemuͤth; Da dich wie uns die lump'ge Stadt beleidigt, So kehre deiner Stuͤcke Mändungen Mit unſern gegen dieſe trotz'gen Mauern; Und wenn wir nun zu Boden ſie geſprengt⸗ Dann fordert euch, und ſchafft euch auf der Stelle, Wie's kommen mag, zu Himmel oder Höoͤlle. R. ph.“ So ſey's.— Sagt, wo berennet ihr die Stadt! R. Joh. Von Weſten wollen wir Zerſtoͤrung ſenden In ihren Buſen.. Heſt. Ich von Norden her. s. py. und unſer Donner ſoll ſein Kugelſchauer Aus Säden regnen uͤber dieſe Stadt. Baſt.(beyſeit.) Von Nord nach Suͤden— welch ein kluger Fund!—


