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ſing ſo beſtimmt, keine fremde Schonheit duͤrfe es wa⸗ gen, ſich neben eine des Shakspeare zu ſtellen: ſo duͤrſte er jetzt um den Ausdruck verlegen ſeyn, wenn er ſaͤhe, wie Trivialitaͤten und Geſchwaͤtz ſich eindraͤngen, und auf die Schoͤnheiten ſelbſt keine Ruͤckſicht genommen wird, die der Unkundige ſo dreiſt neu deutet und in matter, alltäglicher und ungebildeter Sprache vollig vernichtet. Hier iſt ein Weg gefunden, ohne Kenntniß des fremden wie des eigenen Idioms, nach der erſten beſten fruͤhern Ueberſetzung, von Eil und Unverſtand begeiſtert, aus jedem Dichter in weniger Zeith einen neuen umzuſchaffen. Dieſen Vorwurf kann man der neuen Leipziger Ue⸗ bertragung nicht machen. Aber jedes Ohr muß fuͤhlen, daß, dem Schlegelſchen Wohllaut und ſeiner Gruͤndlich⸗ keit gegenuber, dieſer neue Verſuch nur matt und unbe⸗ deutend iſt. Was laßt ſich am Ende nicht uͤberſetzen, und auch ſchnell, wenn der Fleißige ſich jeden Tag ſein Penſum aufgiebt und nicht ablaͤßt, bis dieſes vollendet iſt? Schon laͤngſt haͤtten Freunde eine gruͤndliche Kritik aller dieſer neueren Verſuche ſchreiben ſollen, und ich, da ich ſeit lange dazu ſammelte, hätte meinen Beiſtand ebenfalls leiſten ſollen. Obige Andeutungen ſollen nur den Entſchluß rechtfertigen oder entſchuldigen, daß ich es immer noch nicht fur uͤberfluſſig halte, ebenfalls in die Kampfbahn zu treten. Die verſprochenen Anmerkungen werden dem drit⸗
ten Bande beigefuͤgt werden, da die Eile des Druckes
es unmoͤglich machte, ſie jetzt zu liefern.
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