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Novellen / von Fr. Seybold
Entstehung
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mit weißem Bart und Haupthaar, ruhig ſtund er, im Glauben an ein unabänderliches Fatum, Rettung oder den tödtlichen Streich erwartend. Auf dieſen lief Rudolph zu, deckte ihn mit ſeinem Körper und riß ihn mit Gefahr ſeines Lebens aus dem Getümmel. Rachdem er den Greis in Sicherheit gebracht hatte, ſuchte er Colvcotroni auf und machte ihm Vorwürfe über den Bruch der Kapitulation. Der Kleph⸗ tenführer erwiederte lachend:Die Türken machen es eben ſo. Unſer Held warf ihm einen verachtenden Blick zu und kehrte zu ſei⸗ nem Gefangenen zurück; er fand ihn im Gebet auf den Knieen, das Geſicht nach dem Grabe des Propheten gewendet. Der Greis erhob ſich, nachdem er ſein Gebet voklendet, und er⸗ wartete ergebungsvoll ſein Schickſal.Du biſt frei, rief ihm Rudolph zu, ich will dich in Sicherheit bringen.. Mit gleich unbewegten Zügen erwiederte der Gefangene:Allahs Wille geſchehe! Meine Weiber und Kinder ſind ermordet, und ich ſtehe allein in der Welt. Gerne würde ich ſterben, aber Allah

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