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ſeiner Mauern und Thürme in das Thal warf,
und alle die grünen Auen und das herrliche Gelände umher ſah, ſchienen ſich ſeine düſtern Züge auf einen Augenblick zu erhellen, und ein Rückblick in die Vergangenheit ſchien den nagenden Gram einer bittern Gegenwart zu verſcheuchen.„Glücklich, ſeufzte er, wer nach den Stürmen des Lebens in das ſtille Thal ſeiner Heimath zurückkehrt, ſeine Tage zu en⸗ den in Frieden; glücklicher noch, wer es nie verließ, und in frommer Einfalt und einfacher Sitte die Unſchuld eines Kindes bewahrte von der Wiege bis zum Grab!
Den geſchlängelten Pfad herauf wandelten ein Jüngling und eine Jungfrau Hand in Hand; hinter ihnen ging, in einiger Entfernung, ein Mann mit der Jagdflinte über der Schulter. Sie kamen näher. Der Jüngling war von hy⸗ hem, ſchlankem Wuchſe, und ſein Körperbau vom ſchönſten Ebenmaß; Schönheit und Kraft ſchienen ſich in ihm miteinander zu verſchmelzen; aber ſein Geſicht trug noch die heitere Unſchuld
und Unbefangenheit eines Knaben an ſich. Das
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