Teil eines Werkes 
1. Theil (1829)
Entstehung
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len zu finden; der Geiſtliche verharrte eine Mi⸗ nute lang ſchweigend und kehrte ſeine Bli⸗ cke, wie in tiefem Sinnen, den Wolken zu; dann hob er ſeine Hände und legte ſie ſegnend auf die braunen Locken des Knaben, der ſeine Augen niederſchlug und ſein Haupt in Demuth zur Erde beugte.Laßt ihn, ſprach er mit feier⸗ lichem Ernſt und faſt im Tone eines Prophe⸗ ten, laßt ihn thun, wie ihm der Geiſt gebie⸗ tet. Durch den Knaben Iſai hat der Herr ſein Volk errettet aus der Hand der Philiſter, und ſo er will, kann er wiederum Wunder thun durch den Arm der Unmündigen und Schwachen. Ihr aber lebet wohl und ver⸗ harret treu in eurem Glauben; um mich ſeyd unbeſorgt, denn der Herr wird mich ſicher führen durch die rauhen Pfade des Gebirgs und meine Feinde mit Blindheit ſchlagen, denn ich leide um ſeines Namens willen. Segnend erhob er ſeine Hände und wendete ſich ſchweigend zur Thüre, gleichmüthig im Sturme der Gefahr wie im Hafen der Ruhe,