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Geiſtliche ſich zur Reiſe fertig machte. Chretien, ein Knabe von ſechszehn bis ſiebenzehn Jahren, deſſen blaſſem und faſt mädchenhaftem Geſichte ein Paar feurige ſchwarze Augen einen Anſchein von Kühnheit gaben, der mit ſeiner ſchmächtigen Geſtalt und ſeinem übrigen Weſen einen ſeltſa⸗ men Contraſt bildete, hatte bereits den Ge⸗ virgsſtock zur Hand genommen und die Jagd⸗ taſche umgehängt; in ſeinem Buſen barg er eine kleine Piſtole und einen Dolch.— Wozu dieſe Waffen, mein Sohn, fragte ängſtlich die alte Mutter?— Zu unſerer Vertheidigung, wenn es Noth thut, antwortete ſtolz der Kna⸗ be.— O! mein Sohn, wer das Schwert führt, wird durch das Schwert umkommen.— Doch nicht ungerächt, erwiederte der Knabe mit einem finſtern Ernſt, der uͤber ſeine Jahre gieng.— Wehmuͤthig ſchüttelte die Mutter den Kopf, der alte Vater betrachtete den ju⸗ gendlichen Sohn— ſeinen Benjamin— mit kummervollen Blicken; Antoine ſchien an der Freudigkeit des muthigen Knaben Gefal⸗
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