Nachdem das einfache Abendmahl einge⸗ nommen und durch den Geiſtlichen das Abend⸗ gebet geſprochen war, ſuchte jeder ſein Lager. Antvine gab Margot einen bedeutſamen Wink. Etwa eine Stunde darauf klopfte es leiſe an ihre Kammerthüre; ſie öffnete und ſank in die Arme ihres Geliebten. Die Liebe — ſelbſt die reinſte, deren Thun tauſend Au⸗ gen bewachen dürften— iſt gerne ohne Zeu⸗ gen.„Wann, o wann, mein Antvine, ſprach innig das Mädchen, wird die Stunde unſeres Glückes ſchlagen?— Wann, erwiederte ernſt der Gefragte, wann die Stunde der Erlöſung unſerer Brüder ſchlägt.— O, mein Geliebter, bedenkſt du auch, welchen Gefahren du dein Haupt blosſtellſt?— Mit Gottes Hülfe hoffe ich ſie zu beſiegen. Und winkt mir nicht am Ziele ein doppelter Preis— der Segen mei⸗ ner Brüder und der Lohn deiner Hand?— Und wie willſt du obſiegen mit dieſer furcht⸗ ſamen und wehrloſen Heerde gegen die ganze Macht eines großen Königreichs— PBer
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