Teil eines Werkes 
1. Theil (1829)
Entstehung
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ſteter Todesgefahr, raſtlos von Ort zu Ort und tröſtete ſeine Glaubensbrüder durch Lehre und Beiſpiel.Ueber meinem grauen Haupte, ſprach er oft in ihren Verſammlungen, ſchwebt ſtündlich das Beil des Henkers und oft verſa⸗ gen mir meine müden Glieder den Dienſt, wenn ich den Stricken der Verfolger zu ent⸗ gehen ſuche. Mein Bett iſt der kalte Stein und die Wurzeln des Waldes meine Nahrung, aber ich will arbeiten in dem Weinberge des Herrn, bis mein Herr und Meiſter mich zu ſich ruft. Viele erhielt dieſer würdige Prie⸗ ſter ſtandhaft in ihrem Glauben. Darum hatte ihn die Regierung geächtet und auf ſeinen Kopf war ein Preis geſetzt. Aber keiner ſei⸗ ner Glaubensgenoſſen verrieth ihn, um den Blutſchilling zu empfangen; und wenn er ver⸗ folgt wurde, führten ihn ſeine Getreuen durch die unwegſamen Gebirgspfade in die verbor⸗ genſten Höhlen der Sevennen, die je und je den bedrängten Proteſtanten zum Zufluchtsorte dienten.