Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Natürliches und Zutrauliches, daß das Herz ihrer Beschüßerin sich gerührt fühlte. Mit ächt weiblicher Güte drückte sie ihre Lippen auf die Wange des Kindes.

"

Sei ein gutes Mädchen," sagte sie ,,, und Du darfst wieder zu mir kommen."

Ich bin immer gut gegen Diejenigen, welche ich liebe," versetzte die Kleine ,,, und ich weiß gewiß, daß ich Sie lieben werde. Ich höre Sie so gerne spre­chen, und es ist mir, als ob ich Ihre Stimme schon früher gehört hätte."

,, Meinst Du?"

,, Es muß im Traum geschehen sein, denn Ihres Gesichts kann ich mich nicht erinnern- oh ja," fügte sie bei; jezt weiß ich es. Sie klingt wie die Stimme meiner lieben Mama, die mich so gern hatte und mir vorsang; aber das ist lange her eh' ich über das Meer kam."

Lady Bell sah Rosa fragend an.

, Sie kam auf die Welt, als ihr Vater im Aus­land diente, gnädige Frau," bemerkte lettere. ,, Der arme Mensch starb unmittelbar nach seiner Ankunft in der Heimath, und wir Alle glaubten, ihre Mut­ter müsse eine Ausländerin gewesen sein."

,, Sehr möglich," dachte ihre Gebieterin; ,, dies dürfte den eigenthümlichen Styl ihrer Schönheit und die Anmuth ihres Benehmens erklären."

Lady Bell küßte die Kleine nochmal und Rosa führte sie wieder zu der Korporalsfrau zurück. Dem armen Geschöpf war es jetzt viel leichter um's Herz. Sie meinte, die Hälfte der Schuld, welche sie und ihr Mann durch die Entführung Lillians aus St.

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