Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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erblicken sorgfältig versiegelte Geldsäcke, mit Schil­den versehene Attenfascitel und aus Mangel an Gebrauch fleckig gewordenes Silbergeschirr. Oben auf lag ein sorgfälig zusammengelegtes Pergament welches ganz das Aussehen eines Testaments hatt. Der alte Mann nahm es zur Hand und las e mehrmal durch, ohne sich dabei irgend eine Bemer­kung zu erlauben.

Während er in dieser Weise beschäftigt war, trat sein Bruder so verstohlen und taßenhaft leise in's Zimmer, daß der ganz und gar von seiner Lecture in Anspruch genommene Mann die Anwesenheit einer zweiten Person nicht gewahr wurde. Mite nahm fich einen Sitz und betrachtete den Andern aufmerk­sam; der Sessel knarrte zwar ein wenig, aber auch dieses vermochte nicht die Aufmerksamkeit des Ste­ward auf sich zu ziehen.

,, Noch zwölf Jahre," murmelte der alte Mann vernehmlich ,,, und Alans Kind ist volljährig." Der Deportirte merkte sich jedes Wort.

,, Nach Sir Normans Tod hat es ein Anrecht an die Hälfte des Besißthums. Ich sehe nicht ein, warum ich mich mit weniger begnügen soll."

,, Jch auch nicht," dachte der Eindringling.

,, Und ich werd' es auch nicht. Ich hab' es durch mein Schweigen während der langen Jahre, die ich auf den Genuß warten muß, verdient. Was kann Sir Norman oder seine Lady dagegen thun- über was sich beklagen? Alice wird reich sein, zu reich für ein Mädchen, und ich erspare ihnen den Schimpf einer Bloßstellung, durch welche sie der Verachtung der Welt und wahrscheinlich auch dem Arm der Ge­