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einſchüchterte. Auch war es nicht mehr die bunte grelle Miſchung von Nacktheit, Schmuz und Verworfenheit; es waren größtentheils anſtändig, zum Theile reichgekleidete Creolen. Mehrere Hundert bildeten ein Spalier, durch die der Wagen langſam rollte.
„Siehſt du,“ wisperte unſer Don Pinto dem Ma⸗ jor Galeana zu, der am untern Ausgange der Straße den Rücken an die Statue eines Heiligen gelehnt die Be⸗ wegungen der Maſſen ſorgfältig beobachtet hatte.„Car⸗ racco! Wir haben eben ſowohl unſere Escoltas*) wie eure Morellos und Vittorias.“
„Nur daß ſie nicht Pulver riechen können.“
„Im Gegentheile,“ erwiederte der Don.„Du kannſt ihnen keinen größeren Gefallen thun, als wenn du ein paar Tauſend Duros in fuegos de polvera**) auf⸗ krachen läßt. Blei darf jedoch nicht dabei ſein, aber in ſolchen Dingen,“ er deutete auf die Volkshaufen,„do ſind ſie Meiſter.“
„Es iſt wirklich ſeltſam;“ bemerkte Don Galeana.
„Gar nichts Wunderbares. Sieh, wir haben ein
*) Escorte. Jeder der Patriotenanführer hatte eine ſolche, die beſſer bekleidet, bewaffnet und beritten als die ubrigen Truppen, ſtets um den Anführer ſein mußte.
**) Feuerwerke. Die Indianer ſind außerordentliche Lieb⸗ haber von ſolchen, und bei jedem größeren Kirchenfeſte wer⸗ den deren abgebrannt.


