Teil eines Werkes 
3. Theil (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 28—

Dinge. Kaum ſehen ſie die Höhle dieſes Tigers, ſo ſind ſie, als wenn das vomito prieto ſie berührt hätte.“

„Haſt du bemerkt?“ fragte Don Pinto tiefer Athem holend, wie ſie die ganze Stunde ihre Sinne zuſammen nah⸗ men, um recht betrunken zu ſcheinen, und ja die eigentliche urſache ihrer Luſtigkeit, den Spürhunden nicht zu ver⸗ rathen. Man hätte ſchwören ſollen, ſie ſeien alle todt beſoffen. Ein einziger Blick auf den Palaſt hat ſie alle nüchtern gemacht.“

„Möchte doch wirklich den Mann ſehen; iſt er denn ſo gar furchtbar?“

„Im Gegentheil, das angenehmſte Geſicht das du ſehen kannſt; der beſte Sprecher, San Chryſoſtomo iſt ein Pinſel gegen ihn; der beſte Ehemann, der beſte Va⸗ ter. Du wirſt ihn nie ausfahren ſehen, ohne daß ihm eines ſeiner jüngſten Kinder zwiſchen oder auf den Knien——**

Der Fremde ſchüttelte den Kopf ſtärker.

„Siehe,“ fuhr Don Pinto fort,„wäre er die blu⸗ tige Hyäne, Calleja, Mexiko wäre ſchon frei; aber er iſt die Katze, und ſo lange er Virey iſt, bleibt Mexiko gefangen. Alle Mühe iſt vergebens. Es traut einer dem andern nicht. Wir hatten es ſchon dreimal darauf ange⸗ legt. Jedesmal verdorben.“

„Pah,“ ein Feigling, der ein ganzes Regiment in den herrlichen botaniſchen Garten einquartirt.“