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Ein einſtimmiges Bravo lohnte den Redner für dieſe unter den damaligen Verhältniſſen ſehr männliche Erklä⸗ rung, das alle ihm zuriefen, mit Ausnahme der drei Kommiſſarien, die wüthende Blicke auf ihn ſchoſſen.
„Senores,“ fuhr der Graf fort, der nicht geneigt ſchien, ſich durch dieſe Blicke im mindeſten irre machen zu laſſen.„Wir ſind ſehr geneigt die Regierung zu unterſtützen;“ er betonte dieſes Wort;„aber, wie geſagt, nach Grundſätzen, die unſere Eigenthumsrechte, die hei⸗ ligſten der bürgerlichen Geſellſchaft, nicht verletzen. Wir würden Ihnen unmaßgeblich vorſchlagen, andere Sicher⸗ heiten und Bürgſchaften von dem hohen Chef unſerer Regierung einzuholen, und Ihnen,“ mit dieſen Worten wandte er ſich nun an das Conſulado,„zu verweilen, bis die Senores ſolche eingeholt haben.”
„Gehn Sie in Gottes Namen nach Hauſe,“ ſprach eines der Glieder des Conſulado,„ der Rath des ſehr hochpreislichen Conde de San Jago iſt ein guter Rath, ein ſehr heilſamer Rath, und er iſt ein Herr der ſehr viele Einſicht, und, was die Hauptſache, Duros hat, und daher viele Weisheit; und Sie mögen von ihm
etwas lernen, und vor allem mögen Sie lernen, das Conſulado nicht vergebens um die koſtbare Zeit zu bringen.“
„Thun Sie, wie der Conde geſagt,“ riefen nun alle,„„und wir wollen Ihre Rückkunft erwarten.“
Wohl nie, ſo lange die ſpaniſche Monarchie Mexiko zu


