Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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waren ihm die Leiden ſo zur Gewohnheit geworden, daß, wie den blutrünſtigen Neger, den die Sklavenpeitſche lahm geſchlagen, der leichte Balſam der Sympathie auch eines einzelnen Mitleidenden, ihm ſchon ein ſtilles Entzücken verurſachte, welches ihn für einen Augenblick aller ſeiner Schmerzen vergeſſen ließ. Es ſchien wirklich, als ob der die⸗ ſer Sympathie zu Grunde liegende Gedanke, der Graf ſei der Sache ſeines Volkes treu geblieben, dem Volkshaufen neue Zuverſicht gegeben habe.

In verhängnißvollen Momenten, wie der es war, in dem Mexiko ſich damals befand, iſt es natürlich, daß ſich das Volk an diejenigen anſchließt, deren Einſichten und Einfluß ihm vorzüglich Vertrauen einflößen. Wo jedoch dieſes Anſchließen nicht Statt finden kann, wie das in Mexiko der Fall war, wird der Volksſinn, bei aller ſonſtigen Befangenheit und Blödigkeit, wieder un⸗ gemein feinfühlend, und die leiſeſten Wahrzeichen ſind hinreichend, ihm über die Treue oder Untreue ſeiner na⸗ türlichen Führer und Anwalte, Aufſchluß zu geben. Der ganze Haufe, der großentheils aus ſehr achtbar ausſehen⸗ den Bürgern, oder, in der Sprache des Landes zu reden, Cavalieren beſtand, wandte ſich auf einmal freudig und froh der Villa zu, und zwar mit einem Ausdrucke von Vertrauen und Zuverſicht, der mit den troſtloſen Aeuße⸗ rungen derſelben Menge auffallend contraſtirte. Dieſe Zuverſicht nahm ſelbſt nicht ab, als ein viceköniglicher Staatswagen, von ſechs ſtolzen Andaluſiern gezogen, an